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Das Stück

Dass grosse Kunst nur aus tiefstem Leiden geboren werden kann, erfährt der Regisseur Lloyd Dallas am eigenen Leib. Er versucht mit einer Gruppe dilettantischer Schauspieler ein Boulevardstück einzustudieren. Die Truppe steht unmittelbar vor der Premiere. Die Nerven liegen blank und die Requisiten überall, aber nie dort wo sie liegen sollten; Texte werden vergessen und Auf- und Abtritte werden verpasst - nichts funktioniert. Die Generalprobe wird zum Fiasko. Die Tatsache, dass das Ensemble mit dem Stück auf Tour geht, macht's auch nicht besser. Gegen Ende der Tournee entgleitet schliesslich die Kontrolle über den Ablauf vollends. Bühnen- und Hinterbühnengeschehen gehen fließend ineinander über.

Dem Englänger Michael Frayn ist mit dieser raffiniert ausgesponnenen Farce, eine Kultkomödie gelungen, die ihm zu Recht zum internationalen Durchbruch verholfen hat. Neben der unübertroffenen Komik hat „Der nackte Wahnsinn" noch andere Facetten zu bieten, zeichnet der Autor doch auch ein kritisches Bild der Illusionsmaschine Theater und wie schnell diese ins Stottern gerät.

Mit diesem Stück hat der Zuschauer die Gelegenheit, Einblicke in den Wahnsinn des Theatermachens zu bekommen! Er wohnt hier einer Generalprobe und der Aufführung einer Boulevardkomödie bei und kann das Geschehen hinter den Kulissen, während einer Vorstellung, die aus den Fugen gerät, erleben.

Die Idee für „Der nackte Wahnsinn" kam Michael Frayn eines Abends 1970 im Theater, als er sich aus dem „Off" eine Vorstellung seines Stückes „Chinamen" anschaute. Die Feststellung, dass es hinter der Bühne manchmal sehr viel turbulenter und theatralischer zugeht, als auf der Bühne, bewog ihn dazu, über das Theater im Theater zu schreiben. Ein solches Wirrsal wäre der perfekte Albtraum für jeden Theatermacher. So aber ist es ein absoluter Hochgenuss für die Zuschauer, denn noch mehr Theater auf der Bühne geht gar nicht.

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