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    Die Teufelin mit Schoggi verführt
 
    Kindertheatergruppe der Thearteria führt «De Tüfel mit de drü goldige Hoor» uf

andwil-arnegg. Die Premiere von «De Tüfel mit de drü goldige Hoor» ist gelungen: König Motzi und Co. haben überzeugt. Am Mittwoch und am Wochenende begibt sich Glückskind Jakob nochmals in die Hölle.

Christa Hürlimann

«De Tüfel mit de drü goldige Hoor» ist das zweite Märchen, das die Kindertheatergruppe der Thearteria auf die Bühne bringt. Itta Loher, Urs Tobler und Anita und Daniel Züger von der Thearteria haben es mit 25 Kindern und Jugendlichen aus Andwil und Arnegg einstudiert und organisiert. Zur Vorbereitung hatten die jungen Schauspieler schon vor den Sommerferien an Theaterkursen teilgenommen. «Diese wären für Dritt- bis Fünftklässler gedacht gewesen», sagt Itta Loher. Es hätten sich aber auch Jüngere gemeldet und solche, die schon beim ersten Stück dabei waren. Diese sind jetzt in der zweiten Oberstufe. Also potenzieller Nachwuchs für die Erwachsenengruppe der Thearteria? «Vielleicht», sagt Itta Loher. Das sei aber nicht ihre Absicht. «Wir wollen den Kindern nebst den Sportkursen, die sie im Dorf besuchen können, auch etwas Kulturelles bieten.»

Laut und deutlich
Die Mischung von jüngeren und älteren Schülerinnen und Schülern hat gemäss Itta Loher eine gute Dynamik ergeben. «Die Proben waren wahnsinnig schön.» Es sei nicht wie bei Schulklassen, sagt die Primarschullehrerin. «Hier machen nur Kinder mit, die wirklich wollen.»

Dass die jungen Schauspielerinnen und Schauspieler mit Begeisterung dabei waren, zeigte sich auf der Bühne deutlich. Aus voller Kehle und ohne Hemmungen trugen die Buben und Mädchen ihre Szenen vor, König Motzi hetzte seine Pagen durch den Wald, die emanzipierte Prinzessin teilte der Königin und dem Publikum ihre Meinung zu Prinz «Pumpernickel» Pumperich unmissverständlich mit und in der Hölle war im wahrsten Sinne des Wortes der Teufel los.

Mit Bart und Kussmund
Gewöhnungsbedürftig waren für die Kinder wohl ein Schnauz oder ein Bart im Gesicht, Stöckelschuhe zu tragen oder mit roten Lippen herum zu stolzieren, wie es der divenhafte Prinz Pumperich tat. Dafür erntete Olivier Bucher besonders viele Lacher. Die Rolle habe ihm sehr gefallen, da er viel reden und lustige Sachen sagen konnte, sagt Olivier. Doch mit den roten Lippen habe er sich schon etwas blamiert. «Die andern fanden es lustig, wie ich geschminkt war.» Mit seinem ersten Auftritt sei er zufrieden. «Ich habe keine Fehler gemacht, und auch bei den anderen ist alles gut gegangen.» Zur Belohnung gabs ein Gläschen Rimuss zum Anstossen, und dabei ging die Kollekte fast vergessen – ob lauter Freude über das Happy End der Premiere.


 
   

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