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    Zurücklehnen und geniessen
 
    Thearteria mit unterhaltender Premiere von «Arsen und Spitzenhäubchen»

andwil.
«Arsen und Spitzenhäubchen» – die Thearteria zeigte ein spassiges und skurriles Stück in einer gekonnten und eigenwilligen Umsetzung. Die Zuschauer konnten zurücklehnen und geniessen.

martin brunner

Nachdem sich der Andwiler Theaterverein Thearteria bisher an ernsten Theaterstücken orientiert hatte, wagte er mit «Arsen und Spitzenhäubchen» den Schritt in die Welt der komödiantischen Stücke. Dieser ist den Schauspielerinnen und Schauspielern unter der Leitung ihres neuen Regisseurs Christian Kaeser und der Regieassistentin Patricia Christmann gelungen. Sie präsentieren in einer skurrilen Geschichte Unterhaltung und Spass auf klassischem Niveau. Das Publikum reagierte entsprechend.

Auf dem Weg ins Jenseits
Bemerkenswert die schauspielerischen Leistungen. Da waren zum Beispiel die beiden Brewster-Schwestern Abby (Nicole Delaval) und Martha (Anita Züger). Mit aller Selbstverständlichkeit hatten sie bereits zwölf vereinsamten und unglücklichen Herren mit ihrem vergifteten Holunderwein auf den Weg ins Jenseits geholfen. Nicole Delaval und Anita Wick gelang es, die beiden netten, aber etwas verrückten Damen so zu präsentieren, dass ihnen niemand böse sein konnte deswegen. Im Gegenteil, man war am Schluss fast froh, dass sie mit ihrer 13. Tat gegen den verrückten Jonathan Brewster gewannen.

Bemerkenswert auch ihr Neffe Mortimer. Marcel Sieber blühte in dieser clownesken Rolle auf. Das Hin und Her zwischen der Entdeckung der Taten seiner Tanten, seiner Liebe zu Elaine, der Tochter des Pfarrers, und dem Auftauchen seines Bruders Jonathan brachte ihn ganz schön ins Schwitzen. Ebenso Teddy (Andreas Bon), der verrückte Bruder von Mortimer. Düster wurde die Geschichte mit dem Auftauchen von Jonathan (Urs Tobler), dem Bruder von Mortimer – verrückt, mit zwölf Morden ein Killer und zu allem bereit.

Ideale Drehbühne
So skurril und gegensätzlich wie die Geschichte sind Bühnenbild und Kostüme. Als ideal erweist sich die Drehbühne, angeschoben jeweils von den Schauspielern im Hintergrund. Schnell konnte der Wechsel zwischen den Spielorten Friedhof und Wohnzimmer erfolgen.

 


 
   

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