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    Vom Theatervirus gepackt
 
    Mit Christian Kaeser hat die «Thearteria» einen engagierten Regisseur gefunden

andwil.
Der Verein Thearteria hat mit den Vorbereitungen für die neue Produktion «Arsen und Spitzenhäubchen» begonnen. Als neuer Regisseur zur Truppe gestossen ist Christian Kaeser.

Martin Brunner

Bewegung und Dynamik beherrschen das Bild auf dem Bühnensaal des Schulhauses Ebnet in Andwil. Der Regisseur Christian Kaeser steht mit seiner «Thearteria»-Truppe mitten in einer Probe. Gespannt beobachtet er die Mimen, schmunzelt bei ihrem Spiel, unterbricht sie. Mit Engagement und Fröhlichkeit zeigt er ihnen, wie er sich eine Szene vorstellt, lässt die Passage wiederholen, lobt und kritisiert aufbauend. «Die Arbeit bei der ‹Thearteria› macht grossen Spass», lobt der Profi die Laien. «Sie sind gewillt, vieles zu lernen und an sich zu arbeiten.» Er ist deshalb zuversichtlich, dass das Stück «Arsen und Spitzenhäubchen» von Joseph Kesselring gelingen wird.

Schauspiel und Regie
Christian Kaeser arbeitet schon seit elf Jahren fürs Theater. Begonnen habe er im Schultheater, bevor er eine grössere Rolle als Schauspieler bekommen habe, erzählt er. «Jenes Stück konnten wir am Stadttheater in Solothurn und in anderen Städten aufführen. Dadurch packte mich das Theatervirus derart, dass ich mit dem Studium von Theaterwissenschaften, Germanistik und einigen Nebenfächern begann.» Mit 22 Jahren bekam er einen Vertrag am Stadttheater Solothurn als Regieassistenz und für kleinere Rollen. Später wurde er Ensemblemitglied. «In dieser Zeit zeigte sich, dass die Regie mein Gebiet ist», sagt er. «Zum einen faszinierte sie mich immer mehr, zum anderen war die Doppelrolle mit Regie und Schauspiel schlecht vereinbar.» So sei die Regieausbildung an der Theaterhochschule in Zürich angestanden. «Im Juli 2004 schloss ich diese ab und arbeite seitdem als Profiregisseur.»

Vielfalt und Flexibilität
An diesem Punkt kommt die Verbindung zur «Thearteria» ins Spiel. «Meine Schwester Sibille absolviert zurzeit die Theaterhochschule in Zürich», sagt die Projektleiterin Melanie Helfenberger. «Sie kannte Christian Kaeser und seine Arbeiten und hat uns empfohlen, ihn kennen zu lernen. Seine guten Referenzen und der erste positive Kontakt haben uns überzeugt.» Hinzu kommen seine unterschiedlichen Arbeiten als Regisseur. Schauspiel, Oper, Theaterkabarett und anderes sind für Kaeser vertraute Gebiete. «Vielfalt und Flexibilität begeistern mich», sagt er. «Mit jedem Stück kann ich Neues lernen, meine Erfahrungen vertiefen.» Dazu gehören auch Laieninszenierungen. Sie sind für Kaeser kein neues Gebiet. «Für mich ist das ein angenehmer Aus-gleich zur Arbeit mit Profis», erklärt er. Zwei unterschiedliche Arbeitsvarianten kämen zum Tragen. «Profis sind eher fixiert, weil sie eine Vorstellung von einer Rolle mitbringen. Laien haben diese nicht und sind zudem sehr motiviert.»

Arbeit und Spass
Davon überzeugt ist auch Marcel Sieber, Präsident der «Thearteria». «Für uns ist es wichtig, dass wir nach einigen Veränderungen im Verein wieder ein Projekt in Angriff genommen haben.» Melanie Helfenberger freut sich an ihrer Arbeit als Projektleiterin. «Die Zusammenarbeit mit vielen interessanten Menschen macht Spass», betont sie. «Auch wenn ich selber nicht auf der Bühne stehe, geniesse ich die Bühnenatmosphäre im Hintergrund.»

Premiere: 5. November


 
   

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