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Der
Andwiler Verein «thearteria» bietet erstmals einen Theaterkurs
für Primarschulkinder an
Andwiler Kinder der dritten, vierten und fünften Klasse haben Gelegenheit,
beim Verein thearteria das Theaterspiel zu lernen. An vier Mittwochen werden
«Mimik», «Gestik», «Stimme» und «Spiel»
geübt.
RALPH A. OTTINGER
Andwil. «Eigentlich
sind es nur einige Aktive des Vereins thearteria Andwil, welche die Idee
hatten, einen Theaterkurs für Kinder anzubieten», sagt Lehrerin
Itta Loher. «Und in der Hauptversammlung wurde diesem Vorhaben zugestimmt.»
Zu den Ideenschöpfern gehören auch Anita Züger und Lehrer
Urs Tobler. Am 18. September wollen sie den vierteiligen Kurs auf der
Ebnet-Bühne starten. Er heisst «KITT, Kindertheater thearteria»,
zu dem sich die Dritt-, Viert- und Fünftklässler noch bis 13.
September anmelden können.
Spielerische Übungen
Der Theaterkurs wird an vier Mittwochnachmittagen zu jeweils zwei Stunden
durchgeführt. Pro Nachmittag werde ein Schwerpunkt gesetzt, wie zum
Beispiel Gestik, Stimme, Mimik und Spiel. Bei der «Gestik»
werde aufgezeigt, wie mit Bewegungen etwas ausgedrückt werden kann
oder wie sich Aussagen wirkungsvoll unterstreichen lassen. Mit einem einzigen
einfachen Wort könne man Verschiedenes ausdrücken, wenn man
seine Stimme anders einsetzt. So lernen die Kurskinder den Unterschied
zwischen sprechen, flüstern, schreien, krähen, brüllen,
befehlen, bitten, flehen, raunen, unter dem Motto «Stimme»
kennen. Auch die «Mimik» bildet einen Schwerpunkt: Kann man
eigentlich ohne Worte sprechen? Kann man nur mit Gesten, Grimassen, Verrenkungen,
mit Gehen, Hüpfen, Schleichen oder Sitzen sogar eine ganze Geschichte
erzählen? Was ist Pantomime? - Und schliesslich geht es noch um das
«Spiel»: Mit Worten, Gestik und Mimik kann man Menschen charakterisieren,
sie sogar neu erfinden, sich selber in andere Charaktere versetzen oder
mit Spielpartner Szenen darstellen. Diese Szenen können improvisiert
als auch einstudiert sein. «Vorläufig geht es nur um den Theaterkurs,
nicht um eine künftige Aufführung», sagen die drei Kursverantwortlichen.
«Das wäre dann eine nächste Stufe, wenn sie überhaupt
zustande kommt.» Die Kinder sollen vorerst einmal Theaterluft schnuppern,
selber erfahren, worauf es beim Theaterspielen ankommt, Lust daran entwickeln.
Haben sie Lust, dabei zu bleiben und einen Schritt weiter, Richtung Aufführung,
zu gehen, seien Itta Loher, Anita Züger und Urs Tobler bereit, diesen
weiteren Schritt zu ermöglichen. Und dann würden noch weitere
thearteria-Leute dazustossen, die den Kindern beim Malen der Kulissen
helfen, beim Finden oder Herstellen von Kostümen, bei der Schaffung
von Requisiten oder was es sonst noch für eine Vorstellung brauche.
Urs Tobler habe bereits eine Geschichte gefunden, die er dann für
die Kinder dramatisieren würde. Allerdings will er noch nicht verraten,
worum es sich dabei handelt. «Zur Geschichte nur soviel»,
sagt er verschmitzt, «es kommen Piraten, also Seeräuber darin
vor.»
«Eine Rolle spielen»
«Der Theaterkurs soll für die Teilnehmer ein Erlebnis sein»,
betonen die drei Idealisten. Sie möchten dabei die Kinder kennen
lernen, beobachten, vielleicht besondere Begabungen entdecken, nicht aber
«Stars» erzeugen. Für viele Kinder sei es bestimmt ein
gutes Erlebnis, einmal - und zwar in jeder Bedeutung des Wortes - «eine
Rolle spielen» zu können.
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